Jul 082016
 

Dieser Rucksack entstand  nach einer Anleitung aus der Zeitschrift: Burda ‘Patchwork‘  Quilts und Applikationen E 976 aus dem Jahr 2008 von Ursula Kaltenborn. (Leider sind diese alten Zeitschriften nicht mehr zu bekommen)

Durch die bunten Patchworkflächen ist er nicht nur ein “Hingucker”; er bietet innen auch viel Platz für alle möglichen Dinge. Zur besseren Übersicht und Ordnung im Rucksackinneren habe ich hier noch einige Taschen zusätzlich eingearbeitet.

Als Grundmaterial habe ich hier neben einem schlichten, schwarzen Baumwollstoff noch schwarzen Feincord  genommen, wobei der Cordstoff für die Außentasche und der Baumwollstoff vorwiegend als Futterstoff verarbeitet wurde. Für die einzelnen “Patchworkflächen” und  weiteren Details habe ich verschiedene bunte Stoffreste verwendet.

Als Patchworkmuster  habe ich hier sechs Flächen in den Techniken  “Crazy”, “Flying geese”, “Nine patch”, “Flic-Flac”, “Log Cabin” und “Seminolen” erstellt.

Aufgrund der unterschiedlichen Muster mit unterschiedlichen Maßen habe ich alle Flächen durch das Annähen von schwarzen Baumwollstoffstreifen auf ein einheitliches Maß gebracht. Als Zwischenlage und zur Verstärkung habe ich bei allen Flächen Vlies aufgebügelt. Diese “Sandwiches” wurden dann noch nach Patchworkmuster mit Zierstichen oder im Nahtschatten gequiltet. Diese sechs Flächen werden später die Vorderseite sowie die rechte und linke Seite in Verbindung mit den Zwischenstreifen bilden.

Aus dem schwarzem Feincord und dem Baumwollstoff habe ich dann Stoffstreifen  für die Zwischenstreifen mit den Kellerfalten zugeschnitten, diese links auf links aufeinandergelegt und die einzelnen Flächen mithilfe von  “Kappnähten” verbunden. Zwischen den Patchworkflächen entstehen durch das Annähen der Streifen Hohlfalten.

Für die Rückseite werden ein Stück Feincord und ein Stück Baumwollstoff, verstärkt mit den zwei Vliesen, zugeschnitten, welche die Größe von zwei Patchworkflächen plus dem Zwischenstreifen mit der zusammengesteckten Kellerfalte haben. Die Rückseite wird ebenfalls mit der Kappnaht an die jeweiligen Seitenteile genäht.

Für eine bessere Ordnung im Rucksack habe ich vor dem Zusammensetzen mit den Hohlfalten an die Seitenteile und an die Rückseite noch Taschen angebracht. Für die Rückseite habe ich eine Netzstofftasche mit Reissverschluss in DinA4 Format genäht und für die Seitenteile habe ich kleinere Taschen für Geldbörse, Handy etc. mit Klettbandverschluss gemacht.

Als besonderen “Hingucker”  bekam die Außenseite des Taschenrückens noch eine 16 x 12 cm große Tasche mit einer “Crazy” Applikation und meinen Namensinitialen. Hier haben noch Schlüssel, Straßenbahnticket etc. Platz.

Für den Taschenboden habe ich ein ovales “Sandwich” (an den Seiten abgerundet) vorbereitet und mit einem Gittermuster mit einem orange-grünem Effektgarn versehen.

Für die Trageriemen, den Griff und den Schlaufen für die Ringe habe ich bunte Stoffquadrate aneinander genäht und mit Vlies  und einem  Cordstoffstreifen verstärkt. Die Streifen wurden dann längs rechts auf rechts zusammengenäht, verstürzt und im Nahtschatten abgesteppt, wobei der bunte Streifen in der Mitte liegt.

Für die Taschenklappe habe ich ebenfalls ein “Sandwich” (Cordstoff plus Vlies plus Baumwollstoff) vorbereitet, an einer Breitseite  seitlich abgerundet und mit einem Schrägband, geschnitten aus dem bunten Stoff, versäubert.  Ein etwas schmalerer bunter Streifen, verstürzt und abgesteppt mit einem Streifen aus Baumwollstoff, wird nun noch mittig auf die Taschenklappe aufgenäht. An diesen wird der Taschenverschluss befestigt. Ich habe bei mir einen Karabinerhaken genommen. Dieser wird in einen Ring, den ich mit einer Schlaufe in die Kellerfalte am Vorderteil angebracht habe, eingehakt.

Nun geht es ans Zusammensetzen des Rucksacks. An den oberen Rucksackrand werden zunächst die Trageriemen, der Griff und die Taschenklappe an die Rückseite genäht und für den Rucksackverschluss Besatzstreifen zugeschnitten und  an den oberen Rucksackrand genäht. Diese Naht muss sehr stabil sein.

Beide Besatzstreifen werden dann hochgeklappt und an der offenen Kante schmal zusammengesteppt. In gleichmäßigen Abständen werden nun noch 8 Ösen angebracht, wodurch  zum Schluss die Kordel führen wird.

Der Taschenboden wird ebenfalls mit Besatzstreifen an den unteren Rand genäht. In die beiden Schlaufen zur Befestigung der Rechteckringe werden die Ringe eingefädelt, in der Mitte gefaltet und auf die Außenseite der unteren Kante des Rucksacks genäht.

Bei den Trageriemen muss man nun nur noch die Arretierungen eingefädelt und befestigen, die Kordel durch die oberen Ösen führen und die Stopper vorne anbringen.

Fertig ist das Prachtstück

 

Apr 182016
 

Vor einigen Monaten hatte ich hier meine fertigen Patchworkblöcke für das  “Mystery Quilt Projekt” nach einer Anleitung aus der Zeitschrift Patchwork Professionell vorgestellt. Im Herbst letzten Jahres wurde diese Projekt in der Zeitschrift beendet. Bei der Grundfarbe entschied man sich hier für ein dunkeles Blau. Der Vorschlag für die  Zusammenstellung der einzelnen Blöcke entsprach auch nicht meinen Vorstellungen, da meine Decke größer werden sollte.

Da ich noch genügend Reststoff hatte, habe ich noch einige Blöcke zusätzlich genäht. Mein Quilt sollte ca. 220cm x 170 cm groß werden. Da ich auch  andersfarbige Stoffe gekauft hatte, habe ich mich für eine andere Fertigstellung der Arbeit entschieden. Dafür habe ich mir eine Skizze nach meinen Vorstellungen angefertigt.

 

Das Thema meiner gewählten Stoffe war Garten – Natur. Deshalb habe ich mich für einen orange-gelben Batikstoff als Grundstoff entschieden. Für den äußeren Rand wählte ich einen hellgrünen Stoff, und für das Binding habe ich Reste aus den Stoffen für die Patchworkblöcke verwendet.

Die Patchworkdecke habe ich dann mit der Maschine gequiltet; in die Deckenmitte habe ich ein  Blumenmuster gequiltet, alles andere erhielt eine unterschiedlich große Blätterranke in Herzenform.

 

Zu guter Letzt habe ich für meinen Sohn noch eine Tablethülle aus Filz genäht. Die Tasche hat ein zusätzliches Fach aus olivgrünem Filz für diverse Kleinigkeiten wie Kopfhörer etc. Das ‘Besondere’ an dieser Hülle ist der Verschluss, ein sogenannter LOXX – Verschluss, der sich nur mit ‘Trick‘ öffnen lässt.

Die Buchstaben  P C aus neonfarbiger Glitzerfolie beziehen sich weniger auf den späteren Inhalt dieser Hülle; es sind vielmehr die Initialen des Empfängers.

Nov 232015
 

Am 1. Adventswochenende öffnet der Ambrosius -Weihnachtsmarkt in Oberwerries  auch in diesem Jahr wieder seine Pforten.

In den letzten Monaten ist meine Nähmaschine bald heiß gelaufen. Neben einer Vielzahl neuer Kinderkleidung wie Jacken, Pullover, Kleider und  Accessoires habe ich auch Taschen, Beutel und vieles mehr genäht.

In dieser Jahreszeit kann man warme Jacken und wetterfeste Mäntel und Westen gut gebrauchen. Aus verschiedenen neueren Materialien entstanden Jacken mit Kapuzen, teils mit Applikation, mit Reißverschluss oder Knebelverschluss, gerade was gefällt.

Dazu passen zum Beispiel warme Mützen und Halstücher  in verschiedenen Ausführungen. Kleine Täschchen, Taschen und Beutel kann man immer gut gebrauchen. In Stoffkörbchen und Stoffutensilos  lassen sich alle möglichen Dinge wunderbar verstauen.

Unten ist ein Kinderrucksack aus Stoff abgebildet. Man sieht die vordere Taschenklappe mit einer  Piratenapplikation .

Dann gibt es auch noch jede Menge Sweatshirts, Pullover, Hosen und  viele schöne neue Kinderkleider.

Ein Besuch lohnt sich. Neben den vielen anderen kunstgewerblichen Angeboten hat man die Gelegenheit, bei einer Tasse Kaffee  ein Stück Kuchen zu geniessen oder auch  andere Essensangebote, je nach Geschmack, zu probieren.

Apr 052015
 

Erholsame und frohe Ostertage wünschen ich allen meinen Leserinnen und Lesern

Die geräumige Herrentasche ist nach einem Schnittmuster mit Anleitung von fun fabric entstanden. Dabei habe ich den Schnitt etwas verändert, indem ich die vordere Taschenklappe vergrößert habe und anstelle des Magnetverschlusses zwei Steckschnallen genommen habe (auch weil ich Sorge hatte, dass der Magnetverschluss die Festplatte löscht).

Als Obermaterial habe ich einen olivgrünen festen Baumwollstoff genommen, den ich mit Volumenvlies H 640 verstärkt habe. Gefüttert ist die Tasche mit einem karierten Baumwollstoff. Das Fach für den Laptop wurde noch mit Thermolan verstärkt und  der Taschenboden mit Decovil.

Wie in der Anleitung empfohlen, habe ich  die Tasche rundum einem Paspel verstärkt.

Das Innenleben der Tasche bietet viel Stauraum zum Unterbringen von Technik und anderen Dingen – das Laptopfach mit Halteriegeln

Handytasche, Schlüsselgurt sowie Halterungen für Schreibmaterialien und noch eine große Reißverschlusstasche

Auf der Rückseite befindet sich auch noch eine geräumige Tasche mit Reißverschluss

Damit auch schwere Dinge transportiert werden können, habe ich einen breiten Tragegurt mit Gummiposter angebracht.

Nov 112013
 

Am Wochenende 1./2. November habe ich an dem  “Art Bag Kurs”  von Jutta Hellbach in Kerkrade (NL) teilgenommen und diese wunderschöne Tasche gearbeitet. Allerdings reichte die Zeit nicht, um die Tasche vollständig fertig zu bekommen. Am letzten Wochenende habe ich die letzten Feinarbeiten  – Taschenklappen versäubern und annähen, Magnetdruckknöpfe einarbeiten, Taschenhenkel anbringen – gemacht.

Am 1. November morgens um 9:30Uhr ging  es los. Nachdem ich aus einer Vielzahl von Stoffen von Heide Stoll  Weber schließlich meinen Wunschstoff ausgesucht hatte, ging das Abenteuer los.

Zunächst drapierte ich meinen Stoff in alle Richtungen, bis ich  mich nach zahlreichen Neuorientierungen schließlich für eine Farbkombination entschieden hatte.

Nun ging es ans Zuschneiden. Anschließend wurde das Tascheninnenfutter genäht.

Jutta Hellbach gab uns dann eine ausführliche Einweisung in die vielfältigen Möglichkeiten des Telefaxsiebdruckes, dessen  praktische Handhabung  und weitere Möglichkeiten der Stoffgestaltung (hier speziell “Entfärben”).

Nach einzelnen Druckversuchen auf Probestoffen bedruckte ich meinen Taschenstoff hauptsächlich mit dem Motiv “Pusteblume” . Bei der Taschenklappe entschied ich mich für eine abstraktes Motiv und machte dort zudem einige Versuche mit dem Entfärber, was in der Kombination ausgesprochen interessant wirkte.

Am nächsten Tag ging es weiter mit der freien Maschinenstickerei. Damit lassen sich  Details des Drucks besonders hervorheben oder betonen.  Man kann auch ganz neue Strukturen und Akzente setzen, ganz nach persönlichem Geschmack.

Am Nachmittag fing ich dann schrittweise an, die Tasche zusammenzusetzen, was  teilweise nicht so einfach war, da das Material fest und hart ist.  Der Taschenboden besteht z.B. aus feinstem Nappaleder, was  nicht so einfach zu verarbeiten ist.

Zum Ende des Kurses hatte ich den Taschenkörper mit Innenfutter fertiggestellt. Jutta Hellbach gab uns dann noch zahlreiche Tipps und eine  Anleitung für die Fertigstellung der Tasche mit. So konnte nichts schief gehen.

Mit dem Endprodukt bin ich sehr zufrieden. Einerseits gefällt mir das Design und die Gestaltung der Tasche sehr gut.

Darüber hinaus ist dies  keine “Labbertasche”, wie man es  häufig bei selbstgenähten Taschen antrifft.  Durch die Einarbeitung von gutem Stützmaterial und das Verarbeiten von Leder hat die Tasche einen guten Stand, auch ohne Inhalt.