Laptoptasche aus Filz

Es gibt wieder eine neue Tasche. Die alte Laptoptasche meines Sohnes ist nicht mehr zu gebrauchen. Sie hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. Also musste eine stabile, robuste und auch stylische Tasche her. Schnell hatte ich mich für das Obermaterial Filz entschieden. In Kombination mit Leder müsste eine Tasche doch sehr stabil sein.

Nach mehrfacher Recherche im Internet sowie in Leder- und Taschengeschäften habe ich mich für das oben abgebildete Modell entschieden, da die Tasche einen regelmäßigen Transport aushalten muss und auch etwas wetterfest sein soll.

Als Material habe ich stabilen Filz in 3mm Stärke in Grau gewählt. Für das Taschenfutter habe ich dünnen Tactelstoff, der reiß- und windfest ist, genommen. Eine hohe Belastung müssen immer die Tragegurte, die Nähte an den Gurtecken und der Taschenboden aushalten. Die alte Tasche hatte dieser Belastung nicht standgehalten. Deshalb habe ich hier sehr stabiles Leder (Gürtelmaterial) und Nieten sowie Buchschrauben genommen in der Hoffnung, dass diese Tasche haltbarer ist.

Das Schnittmuster der Außentasche ist relativ einfach ohne viele Kanten und Täschchen, die schnell reißen können. Die notwendigen Fächer  für Stauraum sind in der Innentasche versteckt.

An der Außentasche wurden nur die vorderen Kanten mit dünnem Leder eingefasst. Seitlich habe ich anstelle von Nähten die beiden sich überlappenden Filzhälften zunächst mit Textilkleber geklebt und anschließend mit Buchschrauben (Unten und Oben) und Nieten gesichert. Für die Befestigung des Tragegurtes an der Tasche habe ich stabiles Gürtelleder mit Buchschrauben an die seitliche Tasche oben angebracht. Die Gurtschlaufen und der Schieber sind ebenfalls aus Metall.

Der Taschenboden wurde mit Gewebevlies und Decofil verstärkt.

Als kleine Besonderheit habe ich das „apple“ Emblem oden links auf die Tasche genäht. Geschlossen wird die Filztasche mit einem „LOXX- Verschluss, der sich nicht so leicht öffen läßt.

Das kleine Ich bin Ich, Elmar der Elefant, eine Stadtansicht und noch andere schöne Dinge

Nach langer Zeit gibt es mal wieder einige neue Quilts. Meine Enkelkinder erhielten zwei Quilts, und die Stadtansicht bekam mein ältester Sohn.

Wieder mal ein Quilt im Blockhausmuster oder „Log Cabin“ Muster. Dieses Muster ist relativ einfach in der Verarbeitung, und es lassen sich unzählige Varianten erstellen. Hier habe ich mich an eine Mustervorlage gehalten und die einzelnen Blöcke farblich unterschieden.

Im zweiten Schritt wurden die Blöcke dann wie ein Puzzle ausgelegt und reihenweise zusammengesetzt. Gequiltet habe ich abschließend im Nahtschatten und stellenweise einige Dinge betont, wie z.B. die Fenster oder den Nachthimmel.

Bei beiden  Kinderquilts wurde jeweils eine Seite kunterbunt, die andere Seite wurde einfarbig mit dem applizierten „Ich bin Ich“ und/oder dem Elefant „Elmar“.

Das kleine „Ich bin Ich“ geht laut Erzählung auf einer ‚bunten Blumenwiese spazieren‘ und ist auf der Suche nach seiner Identität.

Deshalb wurde der Hintergrund grün. Hier habe ich, nachdem ich die einzelnen Quadrate ausgequiltet hatte, noch bunte Kreise in Kettenstich aufgestickt.

Eigentlich sind alle Elefanten ja grau, nur Elmar nicht. Er ist eben anders alle die anderen. Die einfarbige Seite wurde hier deshalb grau. So fällt der bunte „Elmar“ besonders gut auf. Das Quiltmuster  hier etwas plastischer.

In der letzten Zeit habe ich mal wieder etwas getöpfert, u.a. diese Stadt.

Hier werden zunächst zwei Halbkugelformen getöpfert und miteinander verbunden. Aus der oberen Halbkugel wird dann die Stadtsilhouette herausgeschnitten und ausmodelliert. Nach dem ersten Brand wird die Kugel entsprechend dem Motiv mit Glasurfarbe gestaltet und dann ein zweites Mal gebrannt.

Ich nutze diese Töpferarbeit als Teelichtdeko.

Im „Schwarz-Weiss Kurs“ bei Anne Lange habe ich u.a. dieses „Sternenbuch“ gestaltet. Es wirkt schon sehr weihnachtlich.

Drei unterschiedlich lange und breite sowie in verschiedenen Techniken gestaltete Papiere wurde in der Seitenrandbindung zusammengefügt und schließlich in Sternform aufgestellt. 

Einige neue Quilts

In den letzten Monaten habe ich wieder zwei Quilts mit der Grundfarbe „Schwarz“ erstellt; zunächst einmal den „Yin Yang“  Quilt als Geschenk für einen guten Freund und den „Sternenquilt“ als neue weihnachtliche Dekoration. Allerdings gefällt mir dieser Quilt auch zu den anderen Jahreszeiten und er hat deshalb seinen Platz in meinem Treppenhaus bekommen. Der Yin Yang Quilt ist in ‚log cabin Technik‘ gearbeitet.

Die zwei farblich entgegengesetzte Punkte habe ich abschließend appliziert.

Für den  „Sternenquilt“ habe ich als Hintergrundstoff schwarzen Baumwollsatin gewählt. Die Sterne sind mit Batikstoffen in Regenbogenfarben gearbeitet. Für den schmalen, roten Außenrand habe ich ebenfalls Batikstoff genommen. Für  das Binding habe ich aus dem restlichen blauen Batikstoff die benötigten Streifen zugeschnitten und angenäht. Der Quilt wurde anschließend mit der Hand gequiltet.

Ein sogenanntes „UfO“ ist in diesem Zusammenhang auch endlich fertig geworden. Der „Rot-Weiß“ Quilt stand schon lange auf meiner ‚To Do‘ Liste. Nun ziert er endlich meinen Küchentisch.

 

Patchwork – Rucksack

Dieser Rucksack entstand  nach einer Anleitung aus der Zeitschrift: Burda ‚Patchwork‚  Quilts und Applikationen E 976 aus dem Jahr 2008 von Ursula Kaltenborn. (Leider sind diese alten Zeitschriften nicht mehr zu bekommen)

Durch die bunten Patchworkflächen ist er nicht nur ein „Hingucker“; er bietet innen auch viel Platz für alle möglichen Dinge. Zur besseren Übersicht und Ordnung im Rucksackinneren habe ich hier noch einige Taschen zusätzlich eingearbeitet.

Als Grundmaterial habe ich hier neben einem schlichten, schwarzen Baumwollstoff noch schwarzen Feincord  genommen, wobei der Cordstoff für die Außentasche und der Baumwollstoff vorwiegend als Futterstoff verarbeitet wurde. Für die einzelnen „Patchworkflächen“ und  weiteren Details habe ich verschiedene bunte Stoffreste verwendet.

Als Patchworkmuster  habe ich hier sechs Flächen in den Techniken  „Crazy“, „Flying geese“, „Nine patch“, „Flic-Flac“, „Log Cabin“ und „Seminolen“ erstellt.

Aufgrund der unterschiedlichen Muster mit unterschiedlichen Maßen habe ich alle Flächen durch das Annähen von schwarzen Baumwollstoffstreifen auf ein einheitliches Maß gebracht. Als Zwischenlage und zur Verstärkung habe ich bei allen Flächen Vlies aufgebügelt. Diese „Sandwiches“ wurden dann noch nach Patchworkmuster mit Zierstichen oder im Nahtschatten gequiltet. Diese sechs Flächen werden später die Vorderseite sowie die rechte und linke Seite in Verbindung mit den Zwischenstreifen bilden.

Aus dem schwarzem Feincord und dem Baumwollstoff habe ich dann Stoffstreifen  für die Zwischenstreifen mit den Kellerfalten zugeschnitten, diese links auf links aufeinandergelegt und die einzelnen Flächen mithilfe von  „Kappnähten“ verbunden. Zwischen den Patchworkflächen entstehen durch das Annähen der Streifen Hohlfalten.

Für die Rückseite werden ein Stück Feincord und ein Stück Baumwollstoff, verstärkt mit den zwei Vliesen, zugeschnitten, welche die Größe von zwei Patchworkflächen plus dem Zwischenstreifen mit der zusammengesteckten Kellerfalte haben. Die Rückseite wird ebenfalls mit der Kappnaht an die jeweiligen Seitenteile genäht.

Für eine bessere Ordnung im Rucksack habe ich vor dem Zusammensetzen mit den Hohlfalten an die Seitenteile und an die Rückseite noch Taschen angebracht. Für die Rückseite habe ich eine Netzstofftasche mit Reissverschluss in DinA4 Format genäht und für die Seitenteile habe ich kleinere Taschen für Geldbörse, Handy etc. mit Klettbandverschluss gemacht.

Als besonderen „Hingucker“  bekam die Außenseite des Taschenrückens noch eine 16 x 12 cm große Tasche mit einer „Crazy“ Applikation und meinen Namensinitialen. Hier haben noch Schlüssel, Straßenbahnticket etc. Platz.

Für den Taschenboden habe ich ein ovales „Sandwich“ (an den Seiten abgerundet) vorbereitet und mit einem Gittermuster mit einem orange-grünem Effektgarn versehen.

Für die Trageriemen, den Griff und den Schlaufen für die Ringe habe ich bunte Stoffquadrate aneinander genäht und mit Vlies  und einem  Cordstoffstreifen verstärkt. Die Streifen wurden dann längs rechts auf rechts zusammengenäht, verstürzt und im Nahtschatten abgesteppt, wobei der bunte Streifen in der Mitte liegt.

Für die Taschenklappe habe ich ebenfalls ein „Sandwich“ (Cordstoff plus Vlies plus Baumwollstoff) vorbereitet, an einer Breitseite  seitlich abgerundet und mit einem Schrägband, geschnitten aus dem bunten Stoff, versäubert.  Ein etwas schmalerer bunter Streifen, verstürzt und abgesteppt mit einem Streifen aus Baumwollstoff, wird nun noch mittig auf die Taschenklappe aufgenäht. An diesen wird der Taschenverschluss befestigt. Ich habe bei mir einen Karabinerhaken genommen. Dieser wird in einen Ring, den ich mit einer Schlaufe in die Kellerfalte am Vorderteil angebracht habe, eingehakt.

Nun geht es ans Zusammensetzen des Rucksacks. An den oberen Rucksackrand werden zunächst die Trageriemen, der Griff und die Taschenklappe an die Rückseite genäht und für den Rucksackverschluss Besatzstreifen zugeschnitten und  an den oberen Rucksackrand genäht. Diese Naht muss sehr stabil sein.

Beide Besatzstreifen werden dann hochgeklappt und an der offenen Kante schmal zusammengesteppt. In gleichmäßigen Abständen werden nun noch 8 Ösen angebracht, wodurch  zum Schluss die Kordel führen wird.

Der Taschenboden wird ebenfalls mit Besatzstreifen an den unteren Rand genäht. In die beiden Schlaufen zur Befestigung der Rechteckringe werden die Ringe eingefädelt, in der Mitte gefaltet und auf die Außenseite der unteren Kante des Rucksacks genäht.

Bei den Trageriemen muss man nun nur noch die Arretierungen eingefädelt und befestigen, die Kordel durch die oberen Ösen führen und die Stopper vorne anbringen.

Fertig ist das Prachtstück

 

Wohin mit den vielen Garnrollen?

Wie bei jedem Hobby sammeln sich mit den Jahren immer mehr Utensilien an, als man anfangs gedacht hatte.  Neben zahlreichen Stoffresten, Bändern etc.  sammelt man auch viele unterschiedliche  Nähgarne.

Bisher reichte ein umfunktionierter Werkzeugkoffer aus Plastik mehr schlecht als recht für die Garne. Aber jedes Mal gab es eine große Sucherei, um das passende Nähgarn zu finden.

Schließlich hat sich ein guter Freund  meines Problems erbarmt und mir ein „supertolles“ Garnrollenhalterbrett gebaut. Es war wie ‚Weihnachten‘, so ein wunderschönes Teil zu erhalten.

Auf den kleinen Halterungen aus Rundstäben, die in gleichmäßigen Abständen auf Dreikanthölzern aufgebohrt wurden, finden 200 Garnrollen Platz.

So hat man einen guten Überblick über die verschiedenen Garnarten und Farben, und dies direkt über meinen Näharbeitsplatz.

Jetzt brauche ich nicht jedes Mal alle Röllchen ausbreiten, um das passende zu finden.

Einfach super.