Sep 192015
 

Jedes Frühjahr verwandeln Löwenzahnblüten viele Wiesen  in ein gelbes Blütenmeer. Auch an den Wegrändern und in allen Ritzen und Fugen findet der Löwenzahn seine Heimat.

Der  Löwenzahn gehört nicht zu den edlen Gewächsen; im Garten wird er meistens als Unkraut betrachtet und schnellstmöglich entfernt, da er sich sonst überall ausbreitet. Dafür ist die bei den Kindern sehr beliebte Pusteblume zuständig, die mit ihren vielen kleinen “Fallschirmen”  für den Fortbestand der Pflanze sorgt.

Der Löwenzahn ist aber auch eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze, wobei man die Blätter, Blüten und auch die Wurzeln verwenden kann.

Besonders die “Pusteblume” fand ich immer sehr faszinierend und auch geeignet als Thema für einen Quilt.  Die Idee für diesen “Löwenzahnquilt”  hatte ich bei dem Gedicht

“Die Metamorphose des Löwenzahns”  von Gerhard Burzan

                              Löwenzahnblüten, sattgelbes Strahlen,

                              millionenfach in das Grün der Wiesen gestreut,

                              Farbenspiel, Abglanz der Großen Mutter,

                              die Wärme und Glut über die Erde gießt,

                              üppiges Strahlengespreiz vergänglicher Schönheit,

                              Lichtkugeln bald, die Pusteblumen der Kinder,

                              als Freudenflug hinausgeschickt in das Land,

                              das ohnmächtig daliegt unter dem Anflug schwebender Schirmchen,

                              wehrlos befruchtet, millionenfach zum Mutterboden geworden

                              für fremdes Blühen.

                              Der Rest: winzige Knöpfe auf hohen Stengeln, tief eingewurzelt im neuen Revier

Der ‘Hintergrund’ aus gepatchten Baumwollstoffstreifen in unterschiedlichen Breiten und  in den Farben gelb, beige und verschiedenen Grüntönen stellt die Wiese mit zahlreichen Löwenzahnblüten dar. Darauf habe ich die ‘Blätter des Löwenzahns’ mit der Hand gequiltet. Auf den Rand aus  dunkelgrünen Batikstoff   habe ich das Gedicht von Gerhard Burzan in gelb  gestickt.

Um die einzelnen Entwicklungsphasen ” Knospe – Blüte – nach Abflug der Samen”  des Löwenzahns besser darstellen zu können, habe ich diese einzeln auf Seide gestickt, die Ränder ausgefranzt und dann unsichtbar auf den Hintergrund aufgenäht.

 

Die Pusteblume hat einen besonderen Platz bekommen.

Natürlich dürfen die Löwenzahnsamen nicht fehlen, die sich als kleine “Fallschirme” aus beigen, weißen und silbernen Fäden  auf dem Hintergrund verteilen.

Mai 102015
 

Seit einigen Wochen bin ich ein Mitglied der Patchwork Gilde Deutschland. Um die Strukturen und auch andere Mitglieder dieser Gruppe besser kennenlernen zu können, bin ich zu den Patchworktagen nach Dinkelsbühl gefahren, die dort am vergangenem Wochenende vom 01.05. – 03.05. 2015 stattfanden.

Dinkelsbühl liegt in Bayern nahe Rothenburg o.d.Tauber und Donauwörth und hat eine malerisch schöne Altstadt mit zum Teil reichhaltig verzierten Fachwerkhäusern und kleinen Gassen. Die Altstadt wird noch durch eine rundum führende Stadtmauer mit mehreren Stadttoren begrenzt.

In einigen dieser alten Fachwerkhäusern und in zwei Kirchen waren die zahlreichen Ausstellungen der Patchwork Gilde sowie einige Verkaufs- und Informationsstände untergebracht.

Ich habe viel fotografiert, um von dem Ideenreichtum und dem handwerklichen Können etwas einzufangen, aber ich kann hier nur eine kleine Auswahl dieser Aufnahmen zeigen.

In der “Schranne” hatte die Künstlerin Esther Miller( die vor allen Dingen das ‘Handquilten’ lehrt) neben einem Verkaufsstand auch einige Quilts ausgestellt, u. a. den hier abgebildeten, der von Ihren Schülern handgequiltet  wurde.

Zahlreiche wunderschöne Exemplare wurden in der “Perlenquiltausstellung” präsentiert, wobei mir persönlich der oben  abgelichtete Quilt ganz besonders gefiel.

Die  Miniquilts vom Atelier Anne Lange  zum Thema “Ost und West begegnen sich” waren ebenfalls eine Augenweide. Hier hatten sich viele Mitglieder des Forums von  Anne Lange an dem oben genannten Wettbewerb beteiligt und das Thema sehr vielfältig und kreativ umgesetzt.

Die Räumlichkeiten, in der die  “Log Cabin” Ausstellung der Gilde Mitglieder gezeigt wurde, waren leider etwas zu beengt, um die Vielfalt und Schönheit dieser Arbeiten im rechten Licht präsentieren zu können. Zwei dieser Arbeiten kann man hier sehen

Ein großer Raum war für die Arbeiten der neuen Kursleiterinnen reserviert. Hier sieht man eine Abschlußarbeit zum Thema “Dreieck” und einen “Doktorhut”

Sehr interessant war auch die Ausstellung der “3D Quilts”. Jedes Modell war sehenswert, ich präsentiere hier aber nur die “Puppenstube”

Pascale Goldenberg war auch mit ihrer Ausstellung für den Wettbewerb “Forrest for ever” vertreten. Hier sieht man zwei Exemplare

Last but not least dürfen die Patchworkkids nicht fehlen. Es wurden einige Quilts und Kissen präsentiert. Das Highlight war allerdings die Ausstellung zum Wettbewerb “Die Vogelhochzeit”. Neben den Werken der “deutschen Kids”  haben auch Kinder aus einigen osteuropäischen Staaten ihre Werke ausgestellt.

Daneben gab es auch ein reichhaltiges und anspruchsvolles Kursangebot, was in einer Mittelschule am Rande von Dinkelsbühl angeboten wurde.

Dez 132012
 

Weihnachten steht vor der Tür. Nur noch 11 Tage bis Heiligabend.

Dieses Jahr habe ich wieder bei der ‘Wichtelei’ im “Himbeer-Forum” von Anne Lange mitgemacht und selbst auch ein schönes goldenes Hexagon erhalten.

Anne aus dem Weserbergland hat das goldene Hexagon gestickt und eine süße Zugabe mitgeschickt.

Für Carola habe ich ein rundes Ornament mit weihnachtlichen Motiven und das in den klassischen weihnachtlichen Farben gestickt.

Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich weiterhin eine ruhige und besinnliche Adventszeit

Apr 232012
 

Seit Monatsbeginn mache ich im Fortgeschrittenenkurses “LS1″ von Anne Lange mit und  ich bin derzeit  mit der ersten Aufgabe “Hochgetürmt und kugelrund”, eine Stickarbeit zum Thema Struktur,  beschäftigt. Nach anfänglichen Zweifeln, ob ich überhaupt etwas auf den Stoff aufbringe, habe ich nun doch (fast) ein schönes Werk erstellt, was ich in den nächsten Tagen präsentieren kann.

Darüber hinaus sind in den letzten Monaten wieder viele schöne Feinlinge  für einige Geburtstagskinder gestickt worden, die ich euch nicht vorenthalten will.

     

Silkes Wunsch waren Blumen in Beerentönen, den schönen Garten habe ich für Evelin gestickt, und das indische Ornament erhielt Heike

 

Alles  in Samt und Seide war Carolas Wunsch. Hier habe ich mit Seidengarnen und etwas Samt das Thema arrangiert

Liesel wählte die “Rote Runde” – rote Kreise auf einer roten Spirale

Die “swap-Runde” bei ‘fibre fever’  wurde nach 13 Monaten in  diesem Monat abgeschlossen .   In den letzten Wochen habe ich die zwei letzten, ausgesprochen bezaubernde fabric book pages  zum “Oriental” Thema erhalten.

Nach einer Pleite bezüglich der Postzustellung (ein Exemplar ging verloren) erhielt ich von Birgit diese tolle Buchseite mit dem indischen Ornament in Perlenstickerei

Zum guten Schluß bekam ich von Ati noch diesen wunderschönen Elefanten, kunstvoll auf Seide in einer dezenten Rot- und Blautönen gestickt.

Janny erhielt als letzte Buchseite von mir diese Arbeit zum Thema Blumen. Die Anregung zu dieser Technik habe ich bei der diesjährigen Creativa in Dortmund entdeckt:  Jojo-blüten mit Perlen auf einem Hintergrund mit Maschinenzierstichen (als Blumenstiele und -blätter).

 

Feb 192012
 

Ein türkischer Basar, u.a. mit vielen textilen Angeboten

Materialien: Samt, Seidenstoffe, Leinenstoffe, Baumwolle, Perlen, Wolle und Effektgarne für die Webarbeiten, Stickgarne in verschiedenen Qualitäten       

Verwandte Techniken: Patchwork, Stickbild mit Perlenstickerei und Gold, „Gewürze“ und „Blüten“ in Saat- und Knötchenstichen,  Handgewebte Teppiche,  Verschiedene Näharbeiten

Auf den Hintergrund aus Samt und Bouretteseide sind bunte Seidentücher, gewebte Teppiche, kleine Sitzkissen, ein Bild mit Perlenstickerei und darunter vielen Angeboten mit Perlen sowie im Vordergrund große Säcke mit verschiedenen Gewürzen und Blüten aufgebracht.

Dies war mein Beitrag für den Wettbewerb der “Himbeeren”(hier handelt es sich um ehemalige Kursteilnehmerinnen der Stickkurse von Anne Lange) zum Thema

‘ Sticken bedeutet, Mit der Nadel einen Brunnen graben’

altes türkisches Sprichwort

Inspiriert von der türkischen Kultur und beeindruckt von der Begeisterung und dem Können der Studentinnen, schrieb Anne Lange nach ihrer Rückkehr von der Türkeireise  einen Wettbewerb aus, an dem rund 30 Textilkünstlerinnen der Gruppe “Die Himbeeren” teilnahmen, die unter anderem aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien und Schweden kommen.

Erstmalig wird eine Ausstellung aller Teilnehmerarbeiten mit Preisverleihung auf dem Rhein-Main Festival in Aschaffenburg stattfinden. (Ich gehöre leider nicht zu den Gewinnerinnen)

Eine weitere Ausstellung ist dann ab dem 3. März im Mehrgenerationenhaus HELL-GA  in Düsseldorf. Diese  wurde von der Filzkünstlerin Sandra Struck-German aus Düsseldorf initiiert und organisiert

Meines Erachtens lohnt es sich, diese Ausstellung anzusehen.